Ardenne Therapie

Sauerstofftherapie nach Prof. v. Ardenne

Die Sauerstoff-Mehrschritttherapie ist eine Methode, die Prof. Manfred von Ardenne in Dresden entwickelt hat. Das Ziel der Therapie  ist die Anhebung des Sauerstoffgehaltes in den Geweben. Dies ist durch einfaches Einatmen von Sauerstoff nicht möglich, da der Blutfarbstoff als Träger des Sauerstoffs eine natürliche Sättigungsgrenze hat, jenseits derer kein Sauerstofft mehr vom Hämoglobin aufgenommen wird. Erst bei höherem Druck, z.B. in einer Druckkammer (hyperbare Sauerstofftherapie) kann Sauerstoff auch zusätzlich im Blutserum gelöst und transportiert werden.Bei normalen Druckverhältnissen kann durch die Verwendung von ionisiertem Sauerstoff dieses Hindernis umgangen werden und  höhere Mengen von Sauerstoff direkt in die Zelle transportiert werden. Wir setzen diese Behandlung besonders bei Durchblutungsstörungen, wie dem Hörsturz, dem Tinnitus oder Gleichgewichtsstörungen ein. Bewährt hat sich diese Methode auch bei allgemeinen Erschöpfungssyndromen, wobei wir in diesen Fällen häufig eine Kombination mit der Ozon/Eigenbluttherapie empfehlen.

Therapeutisches Prinzip der Ardenne Therapie (SMT)

Ziel der Ardenne Therapie ist die Verbesserung des Sauerstoffangebotes an die Zellen und die Verbesserung der Sauerstoffausnutzung. Dadurch können akuten oder chronischen Sauerstoffmangelzuständen entgegengewirkt werden, die sonst zur Zellschädigung führen können. Die Durchführung der Sauerstoffmehrschritttherapie ist an drei aufeinanderfolgende Schritte gebunden:

  1. Gabe von Vitaminen und Mineralstoffen zur Verbesserung der Sauerstoffverwertung in der Zelle und Bindung von freien Radikalen.
  2. Inhalation eines stickstofffreien, möglichst hochprozentigen Sauerstoffgemisches über Sauerstoffmasken mit Reservoir mit einem Flow von  bis zu 30 l/min. (Erreichte Fi O2 > 90%)
  3. Verbesserung der Durchblutung durch Steigerung des Herzminutenvolumens mittels leichter körperlicher oder geistiger Belastung.

Mindestens 10 bis 18 Sitzungen sollten erfolgen, um eine anhaltende Wirkung bei chronischen Erkrankungen erzielen zu können.

Bei akuten Erkrankungen wie dem Hörsturz kann auch unter Umständen mit weniger Inhalationen der gewünschte Effekt erreicht werden.

Anwendungen im allgemeinmedizinischen und neurologischem Bereich:

  • Hörsturz / Tinnitus (Ohrgeräusche)
  • Akute und chronische Gleichgewichtsstörungen
  • Durchblutungsstörungen
  • Konzentrationsschwäche
  • Migräne
  • Akuter Geruchsverlust
  • koronare Herzkrankheit
  • Herzrhythmusstörungen
  • Hypertonie
  • Hypotonie
  • Ulcus cruris ("offene Beine")
  • Hirnschlag (Apoplex)
  • Asthma bronchiale
  • Chronische Entzündungen