Sauerstofftherapie, intravenöse

Sauerstofftherapien

Es gibt in der Komplementärmedizin verschiedene Therapien mit medizinischem Sauerstoff die überwiegend zur Behandlung von Durchblutungsstörungen aber auch zur Verbesserung des Immunsystemes angewandt werden: Der Sauerstoff wird entweder in ionisierter Form zum Einatmen gegeben (Ardenne Therapie) oder als Infusion direkt von einem TÜV geprüften Medizingerät sehr langsam in Mikrobläschen in die Blutbahn als Infusion gegeben. Letztere Sauerstofftherapie wurde nach Herrn Dr. Regelsberger benannt und hat nach unseren Erfahrungen die intensivste Wirkung auf eine längerfristige Verbesserung der Durchblutung. Es werden Infusionsserien von mindestens 2 Wochen (täglich) empfohlen bei denen die verabreichte Sauerstoffmenge von Tag zu Tag etwas gesteigert wird. Es gibt mehrere wissenschaftliche Untersuchungen zur Wirkung dieser Therapie, eine haben wir für Sie hier direkt zitiert:

"Intravenöse Sauerstoffinfusionen werden in der Komplementärmedizin vorwiegend zur Behandlung von entzündlichen Krankheiten, arteriellen Durchblutungsstörungen und neuerdings auch zur Behandlung von malignen Tumoren erfolgreich eingesetzt. Wiederholte Sauerstoffinfusionen führen regelmäßig zu einer Eosinophilie im peripheren Blut. Eosinophile Granulozyten können das Enzym 15-Lipoxygenase-1 produzieren, dem antientzündliche und antikarzinomatöse Effekte zugeschrieben werden. Wir vermuten deshalb eine Beteiligung der 15-Lipoxygenase am Wirkmechanismus der intravenösen Sauerstofftherapie.

Bei 7 Patienten wurde vor, während und nach einer 4-wöchigen täglichen Behandlung mit intravenösen Sauerstoffinfusionen die Anzahl von Eosinophilen im Blut und deren Gehalt an 15-Lipoxygenase-1 bestimmt. Sowohl die Eosinophilenzahl als auch die 15-Lipoxygenase-1 stiegen während der Behandlung gegenüber den Ausgangswerten deutlich an und fielen 2 und 4 Wochen nach Ende der Behandlung wieder ab.

Unsere Ergebnisse zeigen, dass intravenöse Sauerstoffinfusionen die Eosinophilenzahl und deren Gehalt an 15-Lipoxygenase-1 deutlich erhöhen. Hiermit ist ein wesentlicher Wirkmechanismus gefunden, der die Anwendung der intravenösen Sauerstoffbehandlung bei entzündlichen und malignen Erkrankungen rechtfertigt und Anlass zu klinischen Studien gibt."

https://www.thieme-connect.com/ejournals/abstract/ehk/doi/10.1055/s-2004-834444

Intravenöse Sauerstofftherapie erhöht die Aktivität des antioxidativen und antiatherogenetischen Enzyms Paraoxonase-1 im Serum
S. Kopprascha; F.J. Kreutzerb; V. Nowakc; J. Graesslera

aMedizinische Klinik 3, Pathologische Biochemie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden, bFacharzt für Innere Medizin, Bad Iburg, cFacharzt für Allgemeinmedizin, Bad Iburg, Deutschland

Forsch Komplementärmed Klass Naturheilkd 2005;12:342-346